PANART ATELIER · 01 / 12

PANART kennenlernen: Formen und erste Striche

Die Einführung stellt die PANART-Pinsel und ihre Herstellung vor. Für deine ersten Versuche vergleichst du anschliessend Form, Grösse und Farbauftrag.

DIE TECHNIK VERSTEHEN

Das Sortiment kennenlernen

Im Einführungsfilm stellt Fleury die Hobby-&-Craft-Pinsel von PANART vor: unterschiedliche Formen und Grössen mit synthetischen Fasern. Die Sprecherin kündigt kurze Filme zu den einzelnen Pinseltypen und einen Einblick in die Herstellung an. Die Formen haben unterschiedliche Schwerpunkte: etwa Details, Linien, Farbflächen oder Strukturen. Wähle für einen ersten Versuch eine konkrete Aufgabe. Die Bezeichnung einer Reihe allein sagt noch nicht, welcher Pinsel für deine Farbe und deine Arbeitsweise am besten passt.

Drei Teile, drei Aufgaben

Am Pinselkopf erkennst du Spitze, Breite und Länge der Fasern. Die Spitze setzt an, der restliche Kopf trägt Farbe und verändert seine Kontaktfläche unter Druck. Die Zwinge hält den Kopf am Stiel. Farbe sollte nicht unnötig bis in diesen Ansatz gelangen, weil eingetrocknete Reste die Fasern auseinanderdrücken können. Der Stiel gibt dir Bewegungsraum: Für Details kann ein Griff nahe am Kopf hilfreich sein; weiter hinten am Stiel lässt sich eine grössere Bewegung aus Hand und Arm ausprobieren. Wähle eine bequeme Haltung mit freiem Blick auf den Ansatz.

Grösse ist mehr als eine Nummer

Eine Nummer ist innerhalb einer Serie praktisch, zwischen verschiedenen Formen aber kein verlässlicher Massstab. Vergleiche zusätzlich Millimeterangaben und die sichtbare Kopfform. Ein breiter, flacher Kopf und ein runder Kopf mit ähnlicher Nummer verhalten sich verschieden. Auch Faserlänge und Fasermischung zählen. Bei ähnlichem Aufbau kann ein längerer Kopf stärker nachgeben; die Farbaufnahme lässt sich aus der Länge allein aber nicht bestimmen. Wähle deshalb die Grösse nach Bildformat und benötigter Spur, nicht allein nach der Zahl auf dem Stiel.

Das Medium bestimmt den Auftrag

Acryl, Öl, Aquarell und Gouache verlangen unterschiedliche Mischungen und Arbeitsrhythmen. Bei Acryl beachtest du das Antrocknen, bei Aquarell die Feuchtigkeit des Papiers. Herkömmliche Ölfarbe lässt sich bei Bedarf mit einem passenden Malmittel einstellen; Wasser eignet sich dafür nicht. Gouache kann je nach Verdünnung deckend oder transparenter arbeiten. Die Eignung einer Form sagt noch nichts über die ideale Mischung. Teste daher Farbfluss, Deckkraft und Randwirkung auf einem Reststück des gleichen Untergrunds.

Vergleiche mit einer kleinen Strichprobe

Ein nützlicher Vergleich ändert jeweils nur einen Faktor. Nimm dieselbe Farbe und denselben Untergrund, verändere dann Form, Druck oder Haltung. Notiere neben der Spur, wie du gearbeitet hast. Eine solche kleine Pinselkarte zeigt dir bald mehr als eine reine Grössenliste. Die folgenden Seiten greifen die Themen der Formenfilme auf und ergänzen Versuche zum eigenen Ausprobieren. Die Produktauswahl hilft dir anschliessend, die passende verfügbare Grösse zu finden.

Alle Skizzen zeigen die Form und Bewegungsrichtung schematisch. Die tatsächliche Farbspur hängt auch von Farbe, Untergrund und Feuchtigkeit ab.